_____ Haben Sie auch (noch) Hoffnung auf Reformen in der katholischen Kirche?

Am Samstag, den 24. September trafen sich etwa 350 Mitglieder von Kirchengemeinden und Organisationen unserer Diözese, die diese Hoffnung noch nicht aufgegeben haben, zu einem Konzilstag in Rottenburg.
Auch von unserer Seelsorgeeinheit waren 12 Teilnehmer*innen dabei.

Mit großer Mehrheit wurde dabei das Rottenburger Manifest beschlossen, das aus 7 Forderungen besteht:

  1. Reformen herbeiführen -
    Wir brauchen ein neues Konzil der katholischen Weltkirche.
  2. Sprachbarrieren in der Kirche überwinden -
    Wir brauchen eine verständliche und ansprechende Verkündigung.
  3. Machtstrukturen und die monarchische Verfassung überwinden -
    Wir brauchen mehr Synodalität und Basisbezug bei Entscheidungsprozessen sowie mehr Pluralismus innerhalb der Weltkirche.
  4. Ungleichheit und Ungerechtigkeit überwinden -
    Wir brauchen eine Gleichstellung der Geschlechter.
  5. Die Verpflichtung zum Zölibat überwinden -
    Wir brauchen vielfältige Zugänge zum kirchlichen Amt.
  6. Die starre Sexualmoral der Kirche überwinden -
    Wir brauchen lebbare und dem Gewissen verpflichtete moralische Orientierungen.
  7. Die Trennung zwischen den Kirchen überwinden -
    Die Zukunft des Christentums ist ökumenisch - oder gar nicht.

Dieses Manifest wurde am Nachmittag unserem Bischof Gebhard Fürst und dem Sprecher des Diözesanrats Johannes Warmbrunn überreicht. Außerdem wird es allen Mitgliedern der Deutschen Bischofskonferenz, dem Papst in Rom, dem Organisator der Weltsynode Kardinal Grech, dem ZDK und dem Präsidium des Synodalen Wegs übersandt.

Am Ende des Konzilstags setzte sich die Versammlung zu einem Gang zum Dom in Bewegung und der Rottenburger Dom wurde schweigend und unter Glockengeläut „umarmt“, bevor dann eine gemeinsame Eucharistiefeier den Abschluss bildete.

Weitere Informationen unter: www.konzil-von-unten.de - oder gern auch von uns: Claudia und Florian Finsterwalder, Stefan Häussler, Bernhard Merkle, Irmgard Matt, Karin und Alfred Ott, Edeltraud Schmidberger, Sylvia Schmölz, Hannes Schön, Angelika Spang und Simone Wahl, und auch von Christa Domin und Renate Arnegger.

_____ Ernte mal wieder Dank

Diese Woche feiern wir das Erntedankfest. Die Altäre in den Kirchen werden kunstvoll mit Obst, Gemüse, Getreide und Brot geschmückt. Ein alter Brauch um Gott für die Ernte und somit für die Existenz zu danken. Früher markierte der Tag das Ende der Erntezeit und den Beginn des Herbstes. Die Arbeit auf dem Feld war erledigt und was im Sommer erarbeitet wurde, musste über den Winter reichen. Heute sind Jahreszeiten und Saison nicht mehr ganz so von Bedeutung. Das ganze Jahr über sind die Regale im Supermarkt gefüllt und du kannst dich nach Herzenslust bedienen. Ist es noch zeitgemäß das Erntedankfest in diesem Sinne zu feiern? Gibt es andere Möglichkeiten zu danken?

In Kohelet, ein biblisches Buch, habe ich eine Stelle gefunden. Da schreibt Kohelet folgendes:
7 Ich habe noch etwas unter der Sonne gesehen, das ganz vergeblich ist:
8 Da lebt jemand ganz allein; er hat keinen Sohn und auch keinen Bruder. Trotzdem arbeitet er rastlos weiter und sein Besitz ist ihm nie groß genug. Für wen plage ich mich dann eigentlich und gönne mir selbst keine Freude? Auch das ist vergebliche Mühe, eine fruchtlose Beschäftigung!
9 Zwei sind allemal besser dran als einer allein. Wenn zwei zusammenarbeiten, bringen sie es eher zu etwas.
10 Wenn zwei unterwegs sind und hinfallen, dann helfen sie einander wieder auf die Beine. Aber wer allein geht und hinfällt, ist übel dran, weil niemand ihm helfen kann.
11 Ein einzelner Mensch kann leicht überwältigt werden, aber zwei wehren den Überfall ab. Noch besser sind drei; es heißt ja: »Ein Seil aus drei Schnüren reißt nicht so schnell.«

Ich bin mir sicher: Zu zweit oder zu dritt zu sein, ist immer besser, als alleine zu sein. Zu zweit kann man sich gegenseitig helfen, zu zweit kann man besser lachen als alleine, nur zwei Menschen können sich gegenseitig in Arm nehmen oder sich auskitzeln, es braucht mindestens zwei Menschen um miteinander Tischfußball spielen zu können. Und manchmal ist es einfach schön, dem anderen für diese Momente Danke zu sagen. Vielleicht wollt ihr zu Hause, wollen Sie zu Hause den Erntedank-Tag dieses Jahr auch nutzen um mal wieder Dankes-Worte zu verschenken und mal wieder Dank zu ernten.

Wir wünschen einen schönen „Ernte mal wieder Dank“-Tag

Für das Pastoralteam

Julia Langendorf, Referentin für junge Erwachsene

PS: In den Kirchen der Seelsorgeeinheit liegen Dankeskarten aus. Wer Lust hat, darf sich eine holen und gerne eine Dankeskarte an liebe Menschen verschicken.

Ein JA!hr zur Schöpfung
Rette die Welt - und fange bei mir an Artensterben, Klimawandel, Coronavirus, Krieg  – selten sind…

Termine

Gottesdienste

Sa 01. Okt  |  Hochzeit

Beginn:  14:00 
Kath. Kirchengemeinde Unterkirchberg
 |  Kirche Unterkirchberg

Sa 01. Okt  |  Familiengottesdienst I Erntedank

Beginn:  18:30 
Kath. Kirchengemeinde Hüttisheim
 |  Kirche Hüttisheim

Weitere Gottesdienste

Termine

So 09. Okt  |  Gottesdienst in Steinberg mit Männerchor

Kath. Kirchengemeinde Steinberg
 |  Kirche Steinberg

mit russischen und italienischen Elementen

Fr 14. Okt  |  Trauercafe in Illerrieden

Beginn:  15:00 
Ambulante Hospizgruppe Iller-Weihung
 |  Trauercafe

jeden 2. Freitag im Monat

Weitere Termine